Let’s Transition Castle : )

Sobald wir von unserem geplanten Permakultur-Projekt erzählen, werden wir meist gefragt: Was ist denn das überhaupt, Permakultur? Und beim Erklären fällt dann bald mal das Stichwort „Transition“ und schon ist man mitten im Thema!

Permakultur – eine Annäherung

Der Begriff „permanente Agrikultur“ (dauerhafte Landwirtschaft) wurde 1978 von den Australiern David Holmgren and Bill Mollison geprägt. Damals ging es den beiden hauptsächlich um Strategien, wie nachhaltige Lebensmittelproduktionsmethoden entwickelt werden können.

Seither ist Permakultur zu einer weltumspannenden Bewegung geworden, die alle Facetten des menschlichen Zusammenlebens umfasst und sich im Kern mit der Frage beschäftigt, wie die Menschen harmonisch mit der Erde und deren beschränkten Ressourcen leben können. Permakultur verlangt Köpfchen, denn das Erfolgsrezept liegt im intelligenten Design. Deshalb unterscheidet sich Permakultur  auch deutlich von der biologischen Landwirtschaft, wie die Grafik rechts illustriert.

+++ Brandneu gibt es ein kostenloses Manual über Permakultur-Design (Stand: 26.9.2017), welches hier zum Download bereit steht +++

Mal wird Permakultur als Kreislaufwirtschaft, mal als internationale Bewegung für Raumplanung und Design, mal als „bewusst gestaltete Landschaften, die die Muster und Beziehungen in der Natur imitieren und dabei eine Fülle von Nahrungsmitteln, Fasern und Energie für lokale Bedürfnisse bereitstellen“ (David Holmgren) oder als ethisches System bezeichnet, das Positivismus und Zusammenarbeit betonet und zu sozialer Stabilität führt. Das Tolle daran: Die Grundsätze der Permakultur können überall auf fruchtbaren Boden fallen, ob auf dem eigenen Balkon, im Garten, einem Bauernhof, mitten in der Stadt und sogar in der Wildnis.

Fast am besten gefallen uns diese beiden Antworten, weil sie eine Saite in unserer Seele zum Klingen bringen:

„Permakultur bedeutet Paradiese schaffen.“

– Beat Rölli

„In Permakultur pflanzen wir Fruchtbarkeit und ernten Fülle.“

– Steve Read

Sic transit gloria mundi?!

In Anbetracht der riesigen Herausforderungen vor denen die Menschheit steht, sind viele wenig optimistisch gestimmt. Der eingangs zitierte Brocken Latein (zu Deutsch: „So vergeht der Ruhm der Welt“) betrifft die Vergänglichkeit von Macht und Einfluss. Ein solch‘ trüber Ausspruch lädt sogar bei sonnigstem Sommerwetter wie heute dazu ein, mit wehleidiger Stimme über die eigene Ohnmacht und die Schlechtigkeit der Welt herzuziehen…

Transition, die grosse Schwester der Permakultur

Aber halt! Wo etwas vergeht, entsteht immer auch Neues. Und dazwischen steht der Übergang, der das Neue ermöglicht, in diesem Fall die „Transition Towns„. Diese grossartige Bewegung vereint lokale Gemeinschaften, die gemeinsam die Welt neu erfinden und aufbauen wollen. Lebendiger, fairer, erfüllender und bunter – lebenswerte Zukunftsmodelle, eben.

Vielleicht ist Dir der (Mit-)Gründer, der englische Permakultur-Designer Rob Hopkins, aus dem Film „Tomorrow“ bekannt?

„Transition Castle“ : Fougerette als Werkzeug des Wandels

Bereits seit 2006 setzen sich im Rahmen von „Transition Town“ zahlreiche Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen in vielen Städten und Gemeinden der Welt für eine lokale, nachhaltige Entwicklung ein. Das Ziel:

Der geplante Übergang in eine postfossile, gemeinschaftlich organisierte Gesellschaft und relokalisierte Wirtschaft.

Dieses Ziel überzeugt uns. Dabei wollen wir mittun. Deshalb lautet unser Wahlspruch ab sofort „Transition Castle“! Hinter „Transition Castle“ steckt der Wunsch, Teil des Transition Networks zu werden, uns dessen Prinzipien zu eigen zu machen und damit vielleicht auch auf Fougerette im lokalen Rahmen etwas Grosses bewegen zu können:

  • Wir akzeptieren, dass Ressourcen beschränkt sind, und suchen Wege, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken.
  • Wir fördern Inklusion und soziale Gerechtigkeit.
  • Wir übernehmen das Prinzip der Subsidiarität d.h. wir stärken die Selbstorganisation und eine Beschlussfassung auf der geeigneten Ebene.
  • Wir achten auf Ausgleich und engagieren uns mit Hand, Herz und Kopf, um vertrauensvolle Partnerschaften zu knüpfen.
  • Wir verstehen uns als Teil eines experimentellen Lernnetzwerks. Transparenz und eine positive Haltung gegenüber Feedback sind uns wichtig.
  • Wir teilen unsere Ideen und unsere Macht, damit alle teilhaben können.
  • Wir kooperieren und suchen Synergien.
  • Wir fördern positive Visualisierung und Kreativität. Dabei geht es uns nicht um Widerstand, sondern um das Finden neuer Möglichkeiten.
    (engl. Quelle mit weiterführenden Erläuterungen)

Hier findest Du eine ARTE-Doku von 2010 über Totnes, die allererste „Transition Town“ ever:

Change in the mindset, change in the heart

Die Nonprofit-Organisation „Let’s Do It!“ aus Estland will das weltweite Müllproblem über lokale Bürgerinitativen in den Griff bekommen und plant für 2018 einen World Cleanup Day. Auch das ist „transition in action“!

Was einer der philippinischen Volontäre als seine Motivation und das Ziel seines Einsatzes gegen die Vermüllung der Strände mit Plastik nennt, scheint uns auch für Fougerette Transition Castle 100% stimmig: Es ist die innere Haltung, die zählt, denn diese gibt die Impulse für unser Verhalten. Genau um diese innere Haltung geht es auch in unseren ZRM®-Kurs, bei dem sich alles um lustvolles und kreatives Selbstmanagement dreht!

 

Ähnliche Ideen verfolgt die Initiative The Great Britsh Spring Clean, welche 2017 erstmals durchgeführt wurde (leider nicht in der Politik ; -) oder die „Adopt a Street“-Idee, bei der Anwohner die Verantwortung für einen Strassenabschnitt übernehmen und diesen sauber halten. Ja, in Amerika kann man sogar ein Senkloch (d.h einen Gully) adoptieren, aber das nur als Nebenbemerkung, bevor sich die Abgründe auftun…

Es gibt sooo viele tolle Projekte, macht das nicht Mut? Jede und jeder kann etwas bewirken : )

Eine letzte Idee zum Mitnehmen… 

Zum Abschluss eine schöne Idee aus dem Dokumentarfilm Happy, die jederzeit und ganz ohne Vorbereitung umgesetzt werden kann: Random Acts of Kindness. Random Acts of Kindness sind zufällige, wohltätige Handlungen an Unbekannten, ohne dass eine Gegenleistung erwartet wird. Das Motto?

Make someone’s day today!

Beispiele zur Inspiration gibt’s zuhauf: Etwa wenn Du jemandem aufmunternd zulächelst, der gerade etwas mürrisch drein schaut, oder wenn Du die abgelaufene Parkuhr Deines Parknachbars mit einem Fränkler fütterst, einfach so.

Viele weitere Ideen hat die Random Acts of Kindness Foundation hier zusammengetragen, oder schau Dir diese 101 Ideen an.

#foudefougerette
#transitioncastle

 

Weiterführende Links

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Comments
2 Responses to “Let’s Transition Castle : )”
  1. Anja Kyia Draeger sagt:

    bravo, grosse freude an diesem newsletter!

  2. mimiloti sagt:

    Hey so schön, liebe Mo, was bei Euch da so los geht! Habe Dich mit dem GEN Global Ecovillage Network – Suisse via fb verlinkt. Es gibt jedoch ein weltweites GEN das bereits einen beratenden Status bei der UNO bzw. bei UN-ECOSOC hat.

    Das Netzwerk hat das Ziel sich gegenseitig zu unterstützen, Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und gemeinsam eine Zukunftswerkstatt zu bilden….

    En Herzkuss! Mimi

    TANZMAL.CH

    Michèle Pête Hörnen 4 8494 Bauma

    079 901 21 01

    >

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