Zum Fest der Liebe

Weihnachten, das Fest der Liebe, verbringen wir für gewöhnlich im Schosse der Familie und bei diesem Anlass soll alles so richtig fröhlich sein und es soll auch jeder ein rechtes Geschenk bekommen und zwar eines, das Freude macht, gopferteli nochmal.

Wie Du mir, so ich Dir

Allen guten Absichten zum Trotz endet die Jagd nach dem richtigen Präsent aber nur allzu oft mit einem Verlegenheitsgeschenk. Und das wiederum führt dann schnurstracks zu einem höchst unmotiverten und deswegen tendenziell destruktiven Päckli-Tüschlis. Denn der andere ist ja nun in der Pflicht, sich spätestens im nächsten Jahr mit einer entsprechend „begeisterten“ Gegenbeschenkung zu revanchieren. Während sich die Marketingfachleute die Hände reiben und Mutter Erde leer schluckt, kann der Konsumrausch familienintern durchaus zu einer ausgewachsenen Verwandschaftskrise mit stahlharten Fraktionen führen: Spätestens dann, wenn die selbstgemachten Pralinés zusammen mit einer hinterhältig hübsch verpackten Tube Hämorrhoiden-Crème überreicht werden (welche selbstverständlich sofort vor der versammelten Verwandtschaft ausgepackt werden muss!) oder Onkel Toni, der gerne auf jugendlich macht und seit Jahren Toupet trägt, einen mit maliziösem Lächeln überreichten Föhn geschenkt bekommt.

Jaja, das mit dem Schenken ist ziemlich tricky… Schade, denn im Kern der Sache geht es doch um den Wunsch, dem Beschenkten ein glückliches Strahlen ins Gesicht zu zaubern, Freude zu bereiten und unsere Liebe zu zeigen.

Die fünf Sprachen der Liebe

The Five Love LanguagesMoment mal – unsere Liebe zeigen? Kann doch nicht so schwierig sein, oder?! Und wenn es der andere nicht kapiert, ist er/sie eben selber schuld. Der Paartherapeut Gary Chapman sieht das allerdings anders. Er geht davon aus, dass es fünf Sprachen der Liebe gibt – und dass jeder von uns eine bevorzugte „Muttersprache“ hat. Was das bedeutet? Wer Liebe in seiner persönlichen Muttersprache zeigt, kann nicht immer darauf zählen, dass es beim andern auch so ankommt! Deswegen lohnt es sich, seine diesbezüglichen Sprachkenntnisse zu erweitern. Folgende Varianten stehen gemäss Chapman zur Auswahl:

  1.  Lob und Anerkennung
  2. Zweisamkeit – Zeit nur für Dich
  3. Geschenke, die von Herzen kommen (Aha… schwöre sofort allen halbherzigen Beschenkungsversuchen und Pflichtgeschenken ab!)
  4. Hilfsbereitschaft
  5. Zärtlichkeit

Vielleicht weisst Du ja ganz genau, was Dir das Gefühl von Liebe vermittelt. Vielleicht hast Du Dir aber auch noch gar nie Gedanken darüber gemacht, welches in der Liebe Deine Muttersprache ist. Darüber nachdenken oder beim anderen nachfragen, könnte der Weihnachtsbescherung allerdings eine ganz neue Dimension verleihen.

Glück ist Beziehung

Anstatt das x-te Badesalz zu überreichen, könnten wir uns stattdessen Zeit nehmen, uns auf einer tieferen menschlichen Ebenen miteinander verbinden und Beziehung leben (anstatt husch husch über Facebook zwei nichtssagende Zeilen zu versenden). Die internationale Glücksforschung hat nämlich schon längst bewiesen, dass soziale Bindung für unser Wohlbefinden elementar ist. Wer ein starkes Netzwerk hat, echte Beziehungen und Freundschaften pflegt, ist nicht nur glücklicher sondern auch sozialer! Und damit wären wir dann vielleicht auch dem Frieden einen Schritt näher.

In diesem Sinne wünschen wir Dir von Herzen ein bezauberndes, liebevolles Weihnachtsfest und ein segensreiches 2016.

Deine
Nicola, Mathilda und Monika

PS:

 

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