Meet les Salomon

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Christian und Suzanne Salomon

Interview: Anne-Sophie Keller.

Im Landhaus des seit 1978 verheirateten Ehepaars duftet es bei meinem Besuch fein nach Gewürzbrot. Neben diversen Honigsorten und Kerzen aus Bienenwachs, ist dies eines der Produkte, welches die Salomons täglich an Kundschaft aus der Gegend sowie Touristen verkaufen. Der Imker lebt mit seiner Frau Suzanne seit gut zwei Jahren am Fusse des Schlossgeländes.

Drei Dekaden süsse Leidenschaft

«Das Wohl meiner Bienen ist mir wichtiger als meines!», sagt Christian Salomon mit Nachdruck. Seit 30 Jahren gehören die Bienen zu seinem Alltag; wenn er erklärt, warum er in den Morvan gezogen ist, gerät der ehemalige Champagner-Produzent und Imker ins Schwärmen: «In der Marne wurden viele Weinreben behandelt und das wirkt sich auch auf die Honigproduktion aus. Hier ist die Gegend nach wie vor sehr urtümlich, die vielen naturbelassenen Weiden und Hügel sind ideal».

So ein Pieks hält jung!

«Mein Beruf bietet grenzenlose Freiheit und einen abwechslungsreichen Alltag. Man wird damit vielleicht nicht reich, aber man kann davon leben. Es gibt gute und schlechte Jahre, das muss man im Hinterkopf haben und finanziell einkalkulieren. Dafür kann ich sehr  naturverbunden leben und das ist selten», führt er aus. Und so nimmt er auch gerne die bis zu drei Bienenstiche pro Tag in Kauf. «Ein Bienenstich ist gesund und kann sogar gegen Rheuma oder Muskelschmerzen helfen. Schauen Sie uns an! Wir sind noch immer jung!», grinst Christian fröhlich.

Ziemlich bizarr…

Fragt man das Paar, was sie von ihren verrückten Schweizer Schloss-Nachbarn halten, antworten sie entwaffnend ehrlich: «Also am Anfang fanden wir das schon etwas exzentrisch! Da tauchten im Dunkeln plötzlich überraschend ein Schlossherr in Begleitung eines bärtigen Wildhüters und einer jungen Frau auf und erzählte, er hätte Fougerette gekauft. Ziemlich bizarr…». Doch als dann Schlossherrin Monika eingetroffen sei, sei alles anders geworden. «Wir scherzten und sagten, dass wir nun eine neue ‚châtelaine‘ hätten. Sie antwortete wie aus der Pistole geschossen: ‚Nein, keine Schlossherrin, eine Monika!‘. Diese Bescheidenheit hat uns bezaubert.» Die Schlossherrschaft ihrerseits ist voll des Lobes über die sympathischen Nachbarn, den leckeren Honig und die immer wieder sehr wertvolle nachbarschaftliche Hilfe, welche von Ratschlägen und Kontakten bis hin zur Ausleihe von Maschinen reicht.

Besuch willkommen

Wer die Salomons besucht, wird mit offenen Armen empfangen und gerne herumgeführt. Ein paar Impressionen findest Du nachstehend. «Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir Besuchern unser Handwerk zeigen und näher bringen können», unterstreicht Christian. Ein Besuch lohnt sich alleweil, denn es gibt viel Spannendes zu sehen und degustieren darf man selbstredend auch, die Palette reicht von Frühlingshonig über Brombeerhonig, Akazienhonig, Wiesenblumenhonig bis hin zu Kastanienhonig, nicht zu vergessen Propolis-Tinktur, Honigbonbons, Gewürzbrot, Bienenwachsfiguren und (mmmmh!!!) Honigwein : )

Für Interessierte zum Weiterlesen: Vertiefte Infos über Honig, Bienenwachs & Propolis (Quelle: MDR-Sendereihe Hauptsache gesund)

Adresse

Ferme Apicole de Fougerette
Christian & Suzanne Salomon
Lieu Dit Fougerette
F-71190 Etang-sur-Arroux

www.fermapifou.com

PS: Auf Anfrage bietet die Ferme Apicole de Fougerette Praktika für Nachwuchs-Imker an, Dauer je nach Verfügbarkeit von einer Woche bis zu einem Jahr. Kontakt s. www.fermapifou.com.

 

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Comments
2 Responses to “Meet les Salomon”
  1. Partybombe sagt:

    Der Honig von ihnen ist wirklich sehr gut!

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