Halali

La saison de chasse ist in vollem Schwung und unsere Nachbarn haben uns doch tatsächlich zwei Fasane geschenkt! Die Fasan-Männchen besitzen übrigens ein fast so prächtiges Federkleid wie unser Pfau, der leider kürzlich verschwunden ist und seither zu Toms Leidwesen in den Wäldern herumstreift. Derweil hat Jacotte sich mutig in die grosse weite Welt hinaus gewagt und die Isla Margarita besetzt – die Präsenz gewisser Personen, die wir nicht namentlich erwähnen wollen, scheint auf sie abgefärbt zu haben ; -) Doch zurück zum Thema: das seit dem zarten Alter von sieben Jahren vegetarisch ernährte Stadtkind hat die Tiere also nach Konsultation einschlägiger Anleitungen auf YouTube gemeinsam mit Tinka brav gerupft, den etwas heftigeren Part (Kopf ab, Innereien entfernen, knips und schnips) Tom überlassen, die Fasane anschliessend gestopft, mariniert und in den Ofen geschoben…  Die Schrotkugeln sammelten sich lustigerweise alle in Toms Teller, aber offenbar hat es allen drei Fleisch-Essern prächtig geschmeckt. Und auch wenn das Ganze sicherlich eine einmalige Aktion bleiben wird: irgendwie fühlte es sehr viel ehrlicher an, Fleisch auf diese Art zuzubereiten und zu verzehren als sich im Supermarkt ein fein säuberlich abgepacktes Aktions-Pouletbrüstli zu kaufen, ohne einen blassen Schimmer davon zu haben, was für ein Leben bzw. was für ein Tod dahinter steckt.

Du wunderst Dich über den Titel dieses Posts? Halali ist sowohl Gruss als auch Jagdruf aus der Jägersprache. Es stammt aus der Hirsch- und Parforcejagd des Mittelalters.

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