La boule qui roule

Das Pétanque-Fieber griff diesen Sommer um sich, an vorderster Front mit dabei waren jeweils Hannes und Fiona (ab Juli auch Luc mit Leo) sowie naturellement unsere hoch geschätzten Volontäre. Doch was hat es eigentlich mit diesem Spiel auf sich, welches in Frankreich zu den beliebtesten Sportarten zählt und mit über 311’000 lizenzierten Spielern immerhin den stolzen 10. Platz belegt? Woher stammt es und wie wird es gespielt?

Boule oder Pétanque?

Boule heisst ganz einfach „Kugel“. Im Laufe der Zeit entwickelten sich vor allem in Frankreich verschiedene Boule-Spiele, die populärste Variante dieser „jeux de boules“ ist Pétanque. Dieses geht seinerseits auf das sogenannte „jeu provençal“ zurück, welches im 18. Jahrhundert in Lyon entstand. Gerüchten zufolge gibt es in Frankreich mehr Boule-Kugeln als Zahnbürsten! Sagt zumindest der Pétanque-Fan und Provence-Kenner Jürgen Piquardt, der mit seiner Frau vor einigen Jahrzehnten einen ähnlichen Traum wie wir in Angriff nahm.

Spiel-Anleitung

Es muss ja nicht immer edler Schloss-Kies sein : ) Spass macht Pétanque überall und (wie unsere Fotos beweisen) auch mitten in der Nacht. Die Regeln sind vergleichsweise einfach und es sind weder besondere Kraft noch ein bestimmtes Spielfeld nötig. Im Unterschied zu anderen Boule-Spielen (und auch Boccia) wird Pétanque von einem Abwurfkreis heraus statt von einer Linie gespielt. Beide Füsse müssen beim Werfen solange im Abwurfkreis Bodenkontakt halten, bis die geworfene Kugel wieder den Boden berührt.Ziel des Spiels ist es, seine Kugeln näher an einer kleineren Zielkugel (frz. „cochonnet“ d.h. „Schweinchen“) zu platzieren als der Gegner.

Die Zielkugel wird vom Abwurfkreis auf eine Entfernung von 6 bis 10 Metern geworfen. Damit beginnt die erste Runde – das Team, welches die Zielkugel platziert hat, wirft auch die erste Kugel. Den Spielern ist es dabei freigestellt, ob sie ihren Spielzug aus dem Stand oder aus der Hocke ausführen. Das andere Team ist danach solange am Zug, bis es eine Kugel näher an der Zielkugel liegen hat als die erste Mannschaft, oder bis sie keine Kugeln mehr zur Verfügung hat.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, eine Kugel der eigenen Mannschaft als beste Kugel zu spielen. Entweder wird eine eigene Kugel besser platziert als die beste Kugel des Gegners („Legen“), oder die bisher beste Kugel wird zugunsten einer eigenen Kugel vom Schweinchen entfernt („Schiessen“). Schwieriger, aber auch möglich, ist das Anstossen der Zielkugel, dies kann die Situation in der Aufnahme völlig verändern. Unter gewissen Umständen kann die Zielkugel ungültig werden, zum Beispiel wenn sie in einer Pfütze schwimmt.

Wenn alle Kugeln beider Teams gespielt wurden, ist die Aufnahme beendet und es wird gezählt. Die beste Kugel bringt einen Punkt für die Mannschaft, der die Kugel gehört. Ist die zweitbeste Kugel vom gleichen Team, zählt sie einen weiteren Punkt und so weiter, bis bei der besten Kugel des Gegners die Zählung abbricht. Eine Partie geht bis 13 Punkte, es werden also jeweils mindestens drei Runden gespielt.

Vereinfachte oder ausführliche Spielregeln findest Du hier: http://www.boule.ch/contents/de-ch/d60.html

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